Der Aufbau eines GTAm 2000 für die FHR

Die Entwicklung der Giulia GT ging weiter - noch breiter, noch extremer, noch mehr Grip - das waren wohl die Ziele von damals. Es war eine Weiterentwicklung des legendären GTA, wobei das haupsächliche Merkmal die extremen Verbreiterungen sind. Basierend auf den damaligen US-Modellen des 1750ers und dem 2 Liter Bertone, welche - um den damals schon recht anspruchsvollen Abgasvorschriften Rechnung zu tragen - eine Spica- bzw. Lucas-Einspritzanlage besaßen, wurde der Motor konsequent weiterentwickelt. Spitzenleistungen um die 240 PS waren das Ergebnis. Hervorzuheben ist, das der originale GT Am-Motor eigentlich den Zylinderbohrungsabstand des 1600ers besaß gepaart mit jeweils 2 Zündkerzen pro Zylinder, was bedeutete daß die Laufbuchsen nicht wie beim Serienmotor aus einzelnen Buchsen bestand, sondern diese für alle 4 Zylinder aus einem Stück gefertigt waren. Des weiteren besaß der Kopf einen geringeren Ventilwinkel, welcher später als Vorlage für den 1600er Twin-Spark verwendet wurde.

Die Bezeichnung GT Am war demnach auch das interne Kürzel für die Amerika-Fahrzeuge. Zwar wird von manchen behauptet, das es das Kürzel für „maggiorata“ (erleichtert) oder „modificata“ (modifiziert) darstellt, welches auch nicht durch Alfa Romeo dementiert wurde, jedoch gilt für mich das Wort Carlo Chiti´s, welcher damals Chef von AutoDelta war. In den damaligen Homologationspapieren steht - als dritte Version -  "Sprint GT U.S.-Version".

Aktuell nähern wir uns einem 2-Liter Bertone mit dem Ziel, ein solches Exemplar wieder auf die Strasse bzw. Rundstrecke zu bringen.

Aber sehen Sie selbst

Unsere Absicht ist, ein historisches Renngerät zu erzeugen, welches dem zeitgemäßen Umgang auf dem Weg zu vorderen Plätzen standhält und den Weg dorthin souverän absolviert.

Mal sehen, wie weit wir kommen...

 

Zuerst das Body: Stabil und gesund hieß an dieser Stelle

  1. beide Aussen-Schweller zur Kontrolle des Mittelschwellers runter
  2. Unterkante Mittelschweller vom Flugrost befreien
  3. Ansatz A-Säule austauschen
  4. Endspitze Mittelschweller hinten verstärken
  5. neuen Aussenschweller ausrichten und verschweissen
  6. Bodenwanne links und rechts vorne, sowie hinten links austauschen
  7. Hebepunkte vorne anbringen
  8. Verbreiterungen vorne anpassen
  9. Seitenwand hinten runter nehmen und neu anpassen
  10. Windlauf hinten anpassen
  11. Kofferraumboden erneuern
  12. Heckstütze samt Heckblech anpassen
  13. Verbreiterung hinten anpassen
  14. Makrolon-Scheiben anpassen
  15. Käfig einschweissen lassen
  16. Kunststoffteile wie Türen, Hauben anpassen
  17. lackieren

Zur Zeit sind wir bei Punkt 13 angelangt. Die Zeit drängt.